Oberschleißheim, Schweizerholz
Juni 1992
Seinerzeit noch Lebensraum des letztmals 1994 beobachteten Gelbringfalters (Lopinga achine). Dieser war an manchen lauen Juniabenden in den Jahren 1989 bis 1992 noch lokal in hoher Dichte auf grasigen Schneisen und im lichten Unterwuchs des Schweizerholzes unterwegs.
Auch das in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts noch zahlreich vorkommende Braunauge (Lasiommata maera) ist aktuell nur noch gelegentlich in geringer Zahl anzutreffen, möglicherweise ebenfalls bedingt durch den sukzessive schwindenden Lichtwaldcharakter des Gebietes. Gleiches gilt für den hier allerdings nie häufig angetroffenen Magerrasen-Perlmuttfalter (Boloria dia) und den Brombeer-Zipfelfalter (Callphrys rubi). Die Perlmuttfalterarten Argynnis adippe, Boloria euphrosyne und Boloria selene sind dagegen nach wie vor in größerer Zahl vorhanden, ebenso der Perlgrasfalter (Coenonympha arcania). Erstmalig 2009 konnte im Schweizerholz der Dickkopffalter Thymelicus acteon beobachtet werden, wie auch das wohl nicht bodenständige Rostbindige Wiesenvögelchen (Coenonympha glycerion; Zuflug von Hochbrück?). Sehr lokal kommt des weiteren auch noch der Braune Eichen-Zipfelfalter vor.
Auf der W-O-verlaufenden Industriegleisschneise (Pioniermagerrasen und Säume; beeinträchtigt durch Weidenaufwuchs und Holzablagerungen) konnten in den letzten beiden Jahrzehnten u.a. die Bläulinge Polyommatus bellargus und Cupido minimus sowie die Dickkopffalter Spialia sertorius und Pyrgus armoricanus angetroffen werden.
Wanzen: u.a. Tropidothorax leucopterus (jahrelang vergeblich dort gesucht, in den vergangenen Jahren dann doch sehr lokal an Schwalbenwurz gefunden).
ehem. Kiesgrube