Auch die Inn-Isar-Schotterplatten werden heute über weite Strecken von der intensiven Land- und Forstwirtschaft dominiert. Für die Tagfalterwelt interessante Gebiete kommen nur noch inselartig vor, wie Oasen in der Wüste. Im westlichen Teil, dem Fürstenfeldbrucker Hügelland finden sich interessante "alte" Moorgebiete wie das Haspelmoor, die nicht von der Eiszeit gestaltet wurden. Auf der Münchener Schotterebene sind für die Tagfalterwelt v.a. die Heideflächen im Norden Münchens, die Isarauen und die einst durch jahrhundertelange Waldweidenutzung aufgelichteten Wälder interessant. An Tagfalterarten hervorzuheben sind Rostbinde, Wald-Wiesenvögelchen, Gelbringfalter, Brauner Eichen-Zipfelfalter, Himmelblauer und Idas-Silberfleck-Bläuling sowie der zweibrütige Würfel-Dickkopffalter. Die Niedermoore wurden im Laufe des 20. Jahrhunderts fast vollständig in landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt, ein größerer Teil des Erdinger Mooses vom Speichersee überflutet und weite Teile des Dachauer Mooses überbaut, so dass die niedermoortypischen Arten weitgehend ausgestorben sind. Arm an Tagschmetterlingen sind die östlichen Schotterplatten, das Isen-Sempt-Hügelland, die Alzplatte und das Untere Inntal. Höchstens extensiv genutzte Biotope sind hier besonders stark zurückgegangen, magere Wiesen, lichte Wälder und Feuchtflächen noch stärker verinselt und kaum noch zu finden. Infolge des kalkarmen Ausgangsmaterials, der Inn kommt aus den Zentralalpen, kommen auch Kalkmagerrasen über Flusschotter hier nur an der Alz vor.

Im Raum München anhaltend starke Zersiedelung durch Wohn- und Gewerbegebiete sowie Zerschneidung sämtlicher Naturrestflächen durch Straßen und Autobahnen.

Top 30 Tagfalter Oberbayern 
Naturraum Inn-Isar-Schotterplatten (Stand: 12/2005)
Gesamtartenzahl Tagfalter Inn-Isar-Schotterplatten: 86 (eigene Beobachtungen) 
hinter dem deutschen und wissenschaftlichen Artnamen die Anzahl an MTB-Quadranten
Eigene Nachweise aus 118 MTB-Quadranten

1. Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) 85
2. Rapsweißling (Pieris napi) 83
3. Schornsteinfeger (Aphantopus hyperantus) 80
4. Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) 78
4. Aurorafalter (Anthocharis cardamines) 78
4. Rostfarbener Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) 78
7. Landkärtchen (Araschnia levana) 74
7. Schachbrett (Melanargia galathea) 74
9. Kleiner Fuchs (Aglais urticae) 73
10. Kleiner Würfeldickkopffalter (Pyrgus malvae) 70
11. Tagpfauenauge (Inachis io) 69
11. Distelfalter (Vanessa cardui) 69
11. Admiral (Vanessa atalanta) 69
14. Gelbwürfeliger Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) 67
15. Schwarzkolbiger Braun-Dickkopf (Thymelicus lineola) 66
16. Kleines Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus) 65
17. Kleiner Kohlweißling (Pieris rapae) 64
18. Großes Ochsenauge (Maniola jurtina) 56
19. Waldbrettspiel (Pararge aegeria) 54
19. Kaisermantel (Argynnis paphia) 54
21. Frühlings-Mohrenfalter (Erebia medusa) 52
22. Ockergelber Braun-Dickkopf (Thymelicus sylvestris) 51
23. C-Falter (Polygonia c-album) 50
23. Nierenfleck-Zipfelfalter (Thecla betulae) 50
25. Großer Kohlweißling (Pieris brassicae) 49
25. Blauer Eichen-Zipfelfalter (Neozephyrus quercus) 49
27. Feuriger Perlmuttfalter (Argynnis adippe) 44
28. Goldene Acht (Colias hyale) 43
29. Schwalbenschwanz (Papilio machaon) 42
30. Himmelblauer Bläuling (Polyommatus bellargus) 41